Back to the Future (Classroom Edition)

Comicstrip mit Frau vor Laptop

02/07/2021 Eine neues Zeitalter im Klassenzimmer

Auf den unbequemen Holzstühlen in dem stickigen Klassenzimmer schien die Zeit irgendwie stillzustehen. Die Schulstunden zogen sich wie Kaugummi – doch auch sonst befand man sich eher in einem längst vergangenen Jahrhundert. Präsentationen wurden per Hand auf riesige Plakate gemalt, der Overhead-Projektor war eh Pflichtbestandteil eines jeden Schulraumes. Die Bedienung der summenden Bildwerfer scheint im Lehramtsstudium ein Pflichtfach zu sein. Oder sind Lehrer einfach so begabt, sich schnell mit neuen Geräten vertraut zu machen?

Das Internet – ein Mysterium

Spätestens seit Corona wissen wir alle, dass dem nicht so ist. Der plötzliche Umbruch von der (Tafel- )Kreidezeit hin in die digitale Welt des völlig unbekannten Mediums, das INTERNET. Damit kennt sich der Geschichtslehrer, trotz bestem Wissen zu den verschiedenen Zeitaltern, so gar nicht aus. Aber wer hätte damals gedacht, dass sich dieses komische, neumodische Ding durchsetzt? Und nun ist es da, schlägt wie der Urknall ganz unerwartet ein: Bäm! Und siehe da: Die Ära der Digitalisierung ist auch in unseren Klassenräumen angekommen.

Es gibt kein Entkommen!

Zwar liefen die Lehrer nicht panisch weg, wie damals die Leute, die den ersten Bewegfilm sahen und dachten, der Zug würde aus der Leinwand gleich herausspringen und sie überrollen. Dennoch wären die meisten Lehrer wohl am liebsten vor der neuen Herausforderung geflohen. Dank eingestelltem Reiseverkehr, Ausgangssperre und Stay-at-home-Maßnahmen ging das nicht: Sie mussten sich ihrem Feind stellen!

Aller Anfang ist schwer

Wahrscheinlich waren die ersten Versuche, eine virtuelle Mathestunde abzuhalten ähnliches Neuland wie das erste Telefonat zwischen Alexander Graham Bell und Thomas Watson. Eigenartig nur, dass Bell nicht den heutzutage beliebten, jedoch auch unsinnigen Gesprächseinstieg „Hörst du mich?“ wählte. Scheinbar waren selbst die Menschen im 19. Jahrhundert geübter im Umgang mit neuen Medien.

So weit, so gut

Corona hat, im Großen und Ganzen, natürlich überwiegend negative Seiten. Wenn es um die Einsicht geht, wie wichtig die Digitalisierung für unser Bildungssystem ist, so sind wir hier durch die Pandemie jedoch ein Stück weitergekommen. Die Lernplattformen werden weiter ausgebaut, Lehrer und Schüler gleichermaßen im Umgang mit den neuen Kanälen geschult. Die anfänglichen Krisen nehmen immer weiter ab, die Routine macht sich breit.

Was lernen wir daraus?

Aus manch schlechten Situationen lässt sich doch immer etwas positives gewinnen, auch wenn diese zunächst wie ein unüberbrückbares Hindernis wirken. Luft nach oben ist in unseren Klassenräumen noch immer da, doch der Anfang ist gemacht.

Jenny Scheurer

Jenny Scheurer

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Jenny Scheurer unter pole-position(at)drive.eu - immer den Überblick behalten. Jenny bringt auch komplexe Strukturen in die richtige Form.