Von der Un-Möglichkeit der Kommunikation

Wie man in diesen Tagen noch kommunizieren kann.

Im Angesicht der Bilder des Krieges.

Wie soll in diesen Tagen noch Kommunikation für uns möglich sein? Sie bedrücken und sie belasten jeden Versuch einer normalen Kommunikation. In jedem Bild, jeder Aussage. Jeder Information und jeder Emotion, intendiert oder implizit. Es schwingt mit: Geht dann Kommunikation überhaupt noch? Kann man, will man, soll man, darf man noch dieses sagen oder etwas anderes darstellen?

Der Krieg und die Bilder davon prägen alles: jedes Bild, jedes Word, jedes Zeichen, jede noch so kleine Äußerung. Krieg ist immer da und er beeinflusst alles und dessen Wahrnehmung: Jeden Wortes, jedes Bildes, vor allem: jeder Handlung und jeder Entscheidung.

Vom Versagen.

Für alle und auch für uns ist dies schlimm. Als Kommunikatoren auf diese Weise: Kommunikation, so wie wir sie verstehen, ist auf Verständigung aus. Wir vermitteln Botschaften und damit zwischen Menschen. Wir suchen Verstehen zu erreichen und Verbindungen zu erzielen. Mit einem besseren Ergebnis für alle. Das ist eines der Gegenteile von Krieg. Doch in diesem Sinne gibt es Kommunikation in jenem nicht mehr. Kommunikatoren haben hier aufgegeben. Sie haben das Feld verlassen. 

Und jetzt?

Dürfen wir uns das erlauben: Sollten wir noch schreiben, auch hier in diesem Blog und anderswo? Geht das noch: Ist "normale" Kommunikation jetzt überhaupt möglich?

Ja, wir müssen.

Gerade weil es so ist, können und wollen wir nicht aufgeben. Denn wir wollen und sollen wieder zu Verständigung gelangen. Menschen müssen miteinander reden, schreiben, sprechen und zeigen können. Sich austauschen, zuhören und einander verstehen. Unsere Themen und Inhalte: sie sind heute ebenso wichtig wie die anderer und zuvor. Besonders jetzt. Denn wir können so Strukturen halten, im besten Fall sie und die Prozesse dazu verbessern.

Als Deutsche sowieso.

Um zu erinnern: Von Deutschland gingen schreckliche Kriege aus. Wir waren froh, als andere wieder mit uns sprachen und wir zeigen durften, dass wir verstanden und uns verändert hatten.

Darauf hinzuarbeiten, eine solche Situation vorzubereiten, sie zu schaffen - das ist in jedem Fall ein gutes Ziel. 

Und darum machen wir weiter.

Mit Kahn sagen wir es: immer weiter. 

 

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