Wie könnte unsere Zukunft aussehen? Die Ausstellung „UTOPIA – Aufbruch oder Untergang?“ zeigt darauf keine einzige Antwort – sondern viele. Mehr als 30 Comic-Künstlerinnen und Illustratorinnen aus der Region Hannover, aus Deutschland und aus dem internationalen Umfeld begegnen sich in der Abtei in Wunstorf und machen den Comic zum Medium für Visionen, Fragen und neue Perspektiven.

Viele Wege, die Zukunft zu denken – Wie Comics unsere Fragen an die Welt sichtbar machen

Zukunft, Science-Fiction und neue Welten
Viele Künstler*innen der Ausstellung nutzen den Comic, um mögliche Zukünfte zu entwerfen. Andreas Wehrheim und Bernd Frenz präsentieren mit „Gebäudereinigung der Zukunft“ ein Science-Fiction-Projekt, das Zukunftsvorstellungen mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen verbindet. Bernd Frenz ist mit dem Projekt „Alpha Mods“ dabei. Jan Bintakies entwickelt mit „Mangrovia“ die Vision einer fiktiven Baumhausstadt – der letzten Metropole der Welt. Hannah Kronen erzählt in „Rust-Bucket Ride to Babel (RB2)“ von einer utopischen Science-Fiction-Welt, in der Zusammenleben trotz radikaler Unterschiede möglich werden soll. Ralf Marczinczik setzt mit seiner Hommage an „Valerian & Veronique“ einen Science-Fiction-Klassiker auf, der Werke wie „Star Wars“ und „Das fünfte Element“ nachhaltig geprägt hat.
Weitere Perspektiven auf zukünftige Welten eröffnen Jürgen Speh (Geier), bekannt für seine Arbeiten im Bereich Comic und Illustration, sowie Michael Vogt und Olaf Brill mit ihren Science-Fiction-Geschichten zeigen unterschiedliche Formen von Zukunftserzählungen. Thilo Krapp hat sich besonders durch detailreiche Graphic-Novel-Adaptionen großer Science-Fiction- und Literaturklassiker einen Namen gemacht.

Gesellschaft, Humor und kritische Perspektiven
Comics können unterhalten, aber auch Fragen stellen und gesellschaftliche Entwicklungen kommentieren. Bela Sobottke, Georg von Westphalen, Miguel Fernandez und Matthias Vogel zeigen unterschiedliche Formen von Humor, Beobachtung und kritischer Auseinandersetzung.
Mamei, Ron DMC Kruse und weitere Positionen der Ausstellung zeigen, wie eng Comic, Satire und gesellschaftliche Reflexion miteinander verbunden sein können.

Graphic Novel, Illustration, Geschichte und persönliche Erzählungen
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf erzählerischen und illustrativen Formen, die zwischen Comic, Kunst und visueller Gestaltung bewegen. Jennifer Daniel, Josephine Mark, Susanne Kuhlendahl,Matthias Lehmann, Uli Oesterle und Stephan Probst stehen für unterschiedliche Wege, Geschichten in Bildern zu erzählen.
Heiner Bade ist mit seinen bekannten Comic-Arbeiten rund um den Helden „Phantom“ vertreten und zeigt zudem seine künstlerische Auseinandersetzung mit surrealistischen Bildwelten. Jörg Hartmann verbindet Comickunst, Illustration und klassische Malerei auf ungewöhnliche Weise.
Das Spektrum erweitern zudem Dagmar Gosejacob, David von Bassewitz und Julia Briemlemit ihren individuellen zeichnerischen und erzählerischen Ansätzen.

Vielfalt der Zeichenstile und künstlerischen Perspektiven
Die Ausstellung macht sichtbar, dass Comic keine einheitliche Sprache ist. Unterschiedliche Techniken, Themen und Blickwinkel treffen aufeinander. Vertreten sind unter anderem Gernod Gayk, Hatiye Garip, Jan Thüring, Moritz von Wolzogen, Timo Würz, Xu JingRu und Zoe Tschöke sowie Studierende des Studiengangs Mediendesign der Hochschule Hannover.
Dabei reicht das Spektrum von individuellen Zeichenstilen über experimentelle Ansätze bis hin zu Arbeiten mit gesellschaftlichem und ökologischem Engagement. Besonders Hatiye Garip setzt sich dafür ein, ihre Werke barrierefrei zugänglich zu machen. Timo Würz verbindet seine künstlerische Arbeit mit seinem Engagement für Natur- und Artenschutz; seine Arbeiten sind international in Galerien und Museen vertreten.
Wir laden euch ein, die Ausstellungswebsite zu besuchen. UTOPIA – Aufbruch oder Untergang?
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