Google: Kein Tracking, keine personalisierte Werbung?
Kein Cookie-basiertes Tracking der Nutzer
Breits seit längerem gibt es Aussagen seitens Google, die Third-Party-Cookies im eigenen Browser Google Chrome abzuschaffen. Daher ist es nicht besonders verwunderlich, dass nun die Ankündigung kam, das Nachverfolgen der einzelnen Nutzer*innen über mehrere Websites werde aufgegeben.
Was nun gut für User*innen und die eigene Privatsphäre klingt, längst Werbetreibende aufhorchen, schließlich werden genau diese Daten genutzt, um potenziellen Kund*innen personalisierte Werbung anzuzeigen.
Gibt es nun keine Werbung mehr bei Google?
Die Werbeanzeigen machen etwa zwei Drittel des Umsatzes von Google aus und sind somit die Haupteinnahmequelle. Deshalb wird es auch weiterhin die Möglichkeit geben, Anzeigen innerhalb des eigenen Netzwerkes zu schalten. Die Vermutung liegt auf der Hand, dass die Ads Nutzer*innen nicht mehr so präzise ansprechen, wie es bisher der Fall ist. Aus diesem Grund fürchten Marketer*innen und Werbetreibende um ihre Leads und Conversions – laut Aussagen des Google Blog jedoch zu Unrecht.
Das neue Mittel der Wahl nennt sich „Federated Learning of Cohorts“ (FLoC) und dient dazu, mehrere Nutzer*innen in Cluster oder eben Kohorten zusammen zu fassen, um so an diese „Interessensgemeinschaft“ gezielte Anzeigen zu deren Interessensgebieten auszuspielen. Mit diesem Verfahren taucht das Individuum in einer Gruppe mit gleichen Interessen ab und ist weiterhin darüber ansprechbar. Laut der bisherigen Tests der FLoC-Technik sind damit „mindestens 95% der Conversions“ zu erwarten.
Wie geht es nun weiter?
Die ersten Testläufe sollen schon im zweiten Quartal dieses Jahrs beginnen. Wir sind und bleiben gespannt wie sich diese Technik entwickelt, bewährt und inwieweit es die Marktposition des Tech-Riesen beeinträchtigt. Wird diese gefestigt, geschwächt oder gar ausgebaut? Das wird uns die Zukunft zeigen und wir bleiben dran.
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