Vor 12 Jahren ist Robert Enke gestorben

10/11/21: Torwart von Hannover 96 und so was von beliebt in der Stadt.

Wie es war, als die Nachricht kam: Als ob sich ein Mantel aus Blei über Hannover gelegt hatte. An dem Morgen waren wir auf dem Weg zu einem Kundentermin, auswärts in Essen. Wir fuhren vom Bahnhof aus, standen am Gleis. Und man spürte es, wie traurig, geschockt und bedrückt alle Menschen waren. Weil sie ihn alle so unglaublich gern mochten. Wir alle.

Es gab keinen wie ihn. Alle Herzen flogen ihm zu. Er war freundlich, offen, kommunikativ, alle nahmen Anteil an seinem Leben mit seiner Frau und Familie, mit der kranken Tochter. Wirklich jeder mochte ihn. Keiner hätte sich vorstellen können, wie es in ihm hätte aussehen können, auch heute nicht. 

Und als er starb: Es traf uns. Die ganze Stadt trauerte. Einfach wir alle. 

Wir haben damals viel für Hannover 96 gearbeitet. Meine Frau hat viele Fotos für das Nachwuchsleistungszentrum gemacht, von Spielern, Trainern, Mannschaften, Betreuern. Viele kannte sie gut, schon lange, von klein auf. "Nun lach doch mal", damit munterte sie oft auf. Aber jetzt: "Ich kann nicht." kam als Antwort. Das saß so tief und fest bei vielen, ganz lange. Die Mitspieler waren besonders getroffen. So stark, wie sie, ihre Trainer und Betreuer das damals geschafft haben. Der neue Torwart, Florian Fromlowitz - welch´ eine Leistung unter dieser Belastung! Und alle anderen Spieler ebenso, das ganze Umfeld. Man konnte es immer wieder hören und spüren, bei allen.

Diese Krankheit Depression betrifft auch Menschen in allen anderen Berufen, Situationen und Umständen. Auch bei uns, in unserer Branche, und in vielen anderen. Überall kann es schlimm werden. Und es ist und bleibt schwierig, Situationen zu gestalten, in denen es Menschen leicht fallen wird, sich zu öffnen, in solch einer Situation. Weil es immer darum geht, Leistungen zu bringen und damit Druck entsteht. Und weil natürlich auch die Ansprüche nicht kleiner werden, von allen. Aber es muss das Ziel bleiben, eine Umgebung zu schaffen, in der so etwas möglich ist, man aufgefangen werden kann.

Das ist nicht einfach, aber wir alle geben unser Bestes.

https://robert-enke-stiftung.de

 

Stephan Probst Geschäftsführer DRIVE

Stephan Probst

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Stephan Probst unter pole-position(at)drive.eu - frohe Botschaften für alle. Stephan ist DRIVE und seine Begeisterung reißt alle in der Agentur mit.